Zum Ende diesen Jahres gehen zwei unserer Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand. Jörg Stähler, Qualitätsmanagement-Beauftragter, und Rainer Bald, Projektleiter, kommen zusammengerechnet auf 75 Jahre effexx.
Wir haben die Zeit mit beiden Revue passieren lassen.

Jörg Stähler (vorne Zweiter von rechts) und Rainer Bald (vorne Zweiter von links) bei der Verabschiedung.



Können Sie sich noch an Ihren ersten Tag bei effexx bzw. franke & fries erinnern?

Jörg Stähler: Ich kann mich noch genau daran erinnern. Das war der 16.02.1976 und die erste Baustelle war die Konrad-Adenauer-Schule in Wenden. Die ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil es sich dabei um einen Rohbau ohne Fenster gehandelt hat, in dem wir bei -20 °C Lautsprecher-, Telefon- und Uhrenanlagen gebaut haben. Wir haben immer wieder ein paar Stunden gearbeitet und mussten uns dann wieder aufwärmen. Ich war damals Monteur und es war meine Aufgabe, Anlagensysteme zu installieren. Zu dem Zeitpunkt waren wir mit der Geschäftsführung zusammen acht Leute bei franke & fries.

Rainer Bald: Ich habe am 01.08.1987 als Fernmeldehandwerker angefangen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir, soweit ich mich erinnere, 12 Mitarbeiter. Am ersten Tag ging alles ganz schnell. Ich bekam mein Werkzeug, das wir gemeinsam zusammengesucht haben und dann fuhr ich auch schon mit einem Azubi zur ersten Baustelle. Dieser Azubi ist heute übrigens auch noch hier. Zwei, drei Tage später hatte ich bereits meine eigene Baustelle und ich war dort ein Vierteljahr. Ich erinnere mich noch daran, wie wenig bürokratischen Aufwand es damals im Gegensatz zu heute gab.

Was hat effexx als Arbeitgeber ausgemacht, dass Sie beinahe Ihr gesamtes Berufsleben im Unternehmen verbracht haben?

Jörg Stähler: Ich wurde hier vom ersten Tag an als Mensch wahrgenommen und ich habe die soziale Einstellung der Geschäftsleitung immer sehr geschätzt. All die zusätzlichen Leistungen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld, das Mitarbeiterbeteiligungsmodell, die private Zusatzversicherung und so weiter sind nicht selbstverständlich. In schwierigen Zeiten, in denen auch mal Existenzfragen aufkamen, hat der familiäre Zusammenhalt der Geschäftsleitung uns näher zusammenrücken lassen. Als Techniker habe ich viel Eigenverantwortung bekommen und konnte mich immer persönlich weiterentwickeln. Ich war zum Beispiel Leiter des technischen Kundendienstes und bin seit vielen Jahren QM-Beauftragter der Unternehmensgruppe.

Rainer Bald: effexx war einfach immer ein spannender Arbeitgeber. Es gab immer neue und interessante Aufgaben, es wurde nie langweilig. Außerdem war das Verhältnis zu den Kollegen und der Geschäftsführung sehr gut, da bleibt man gerne im Unternehmen.

Gibt es einen bestimmten Moment, an den Sie immer wieder gerne zurückdenken?

Jörg Stähler: Wenn ich meine Zeit hier Revue passieren lasse, dann finde ich die Freundschaften am schönsten, die aus meinem Beruf entstanden sind. Es gab viele unterschiedliche und sehr interessante Kunden und spannende Objekte wie zum Beispiel die EZB. Die Kontakte beim Kunden musste man immer gut pflegen – wenn man sich den Hausmeister oder die Telefonistin nicht als Freund gewinnen konnte, dann hatte man kein leichtes Leben. Auch das Thema Ausbildung hat mir immer sehr am Herzen gelegen und über die Jahre gab es vor allem in diesem Bereich viele schöne Erfolgserlebnisse.

Rainer Bald: Ja, so einen Moment gibt es. Das war in den 90ern. Wir haben bei einem Kunden im Bunker geschlafen. Morgens früh bekamen wir ein Frühstück vom Allerfeinsten. Die Ansprechpartner beim Kunden haben uns damals immer super unterstützt. Oder einmal haben wir von Karfreitag bis Ostermontag in Köln bei einem Kunden über 2.000 Nebenstellen eingerichtet und haben dort mit Schlafsäcken übernachtet. Abends gab es dann natürlich auch mal ein, zwei Feierabendbier, das sind gute Erinnerungen.

Welchen Ratschlag geben Sie jungen Mitarbeitern bei effexx mit auf den Weg?

Jörg Stähler: Dieter Fries und Rainer Franke haben hier damals einen Rohdiamanten geschaffen, der im Laufe der Zeit weiter geschliffen wurde und sich zu einem Edelstein verwandelt hat. Über die Jahre hat sich das Unternehmen immer weiterentwickelt und viele interessante Bereiche sind hinzugekommen. Jeder kann mitwirken und seine Spur in der Firmenhistorie hinterlassen, wenn er im Sinne des Unternehmens wirtschaftlich denkt und seine eigenen Belange auch mal hintenanstellt.

Rainer Bald: Ja, der ist bei effexx schnell gesagt: Mit Einsatz und Bemühungen kann man hier alles erreichen.

Haben Sie noch abschließende Worte?

Jörg Stähler: Ich bin sehr stolz, dass ich ein Teil von diesem innovativen und mitarbeiterfreundlichen Unternehmen sein durfte und ich würde den Weg jederzeit wieder gehen. Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen, bei unseren Kunden und natürlich auch bei der Geschäftsleitung für die letzten 43 Jahre bedanken, das war einfach ein tolles Arbeitsleben! Ich wünsche dem Unternehmen weiterhin viel Erfolg!

Rainer Bald: Ich kann mich Jörg nur anschließen. Er hat mich damals übrigens auch angeworben und hier anzufangen, war definitiv der richtige Schritt. Auch ich möchte noch einmal allen für die gute und langjährige Zusammenarbeit danken!

Die effexx Unternehmensgruppe wünscht Herrn Stähler und Herrn Bald für ihren Ruhestand alles Gute und viel Gesundheit für sie und ihre Familien. Auch wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal herzlich für die Zusammenarbeit und die tatkräftige Unterstützung in den vielen Jahren bedanken!

Dezember 2019

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