Wieso, weshalb, warum – wer ein Gap-Year macht, bleibt nicht dumm

Gap-Year. Einfach übersetzt auch „Lückenjahr“. In vielen Köpfen wird jetzt vermutlich das Bild von Schülern abgebildet, die nach dem Schulabschluss nicht so recht weiterwissen. Auf die Frage „Was willst du denn mal werden?“ folgt Achselzucken. Studium oder Ausbildung, IT oder doch im sozialen Bereich? Trotz vieler Messen und Informationsveranstaltungen wissen viele häufig nicht, in welche berufliche Richtung sie gehen möchten.

Das Gap-Year-Südwestfalen bietet unterschiedliche Wege das Berufsleben zu erkundet. Einerseits durch Praktika in verschiedenen Unternehmen, andererseits durch eine Art Test-Studium. Ich selbst mache zwei Praktika und werde danach das „Brücken-ins-Studium“ Programm (BisS) der Universität Siegen absolvieren. Der erste Stopp führte mich erstmal zur effexx Unternehmensgruppe.

Aber warum? Zunächst einmal: ja, ich war die typische Schülerin, die nicht so recht wusste wohin mit sich. Leider war durch Corona der Einblick in die Berufswelt noch eingeschränkter, da keine Praktika oder Messen möglich waren. Für mich stand vieles in der Auswahl: Medizin, Architektur, Informatik, BWL - um nur mal die Studiengänge zu benennen. Aber was ist „das Richtige“? Wie finde ich „meinen“ Beruf, an dem ich die nächsten 40 Jahre Spaß haben werde?

Diesen Gedanken greift auch das Gap-Year auf: Orientierung in der Arbeitswelt, ausprobieren und kennenlernen. Genau diese Orientierung brauchte ich. Und schneller als gedacht stand ich am 1. September in der Coffeebar im Eingangsbereich und wurde von Lisa Titze abgeholt.

Aber was hat effexx überhaupt davon?
Ein großes Problem für jedes Unternehmen ist gleich: die Gewinnung von Nachwuchs. Motivierte Arbeitskräfte und gute Mitarbeiter sind immer schwieriger zu finden. Deswegen wird es umso wichtiger, schon früh nach Nachwuchs zu suchen. Unternehmen haben beim Gap-Year die Möglichkeit, potenzielle Mitarbeiter näher kennenzulernen und herauszufinden, ob sie in ihr Unternehmen passen würden. Zusätzlich kann sich das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber positionieren und so Talente bereits früh auf sich aufmerksam machen. Dies geht auch mit einer erhöhten Sichtbarkeit einher. Denn das Unternehmen wird unter anderem über soziale Medien und diverse Printmedien durch die Kommunikationskampagne „Gap-Year Südwestfalen“ verbreitet.

Und was genau mache ich jetzt hier?

Diese Frage schwebte mir auch durch den Kopf, als ich nun im Eingangsbereich stand und wartete.
Kurz gesagt: Lernen. Mir persönlich war es wichtig, so viel wie möglich zu sehen und Eindrücke zu sammeln. Das bedeutete viele Abteilungen, viele neue Menschen und ein Problem: bei drei Monaten viel zu wenig Zeit. Für mich hieß es, mindestens alle zwei Wochen in die nächste Abteilung umziehen.
Also auch alle zwei Wochen ein neues Gebiet, neue Leute, neue Aufgaben. Mein Ablaufplan bestand aus: Einkauf, IT, Sicherheitstechnik Projektteam, Marketing, Service Desk, Sekretariat, Verwaltung, Vertrieb und Softwaretechnik.

Ich habe trotzdem versucht so viel mitzunehmen, wie es ging.

Anders als die Schule war es in jedem Fall und damit vor allem eine riesige Umstellung - von Arbeitszeiten bis hin zu den Themen. Wobei es unter den Abteilungen ja auch große Unterschiede gibt.

Alles in allem bin ich unglaublich froh, das Gap-Year gemacht zu haben. In dieser Zeit habe ich viele neue Leute kennengelernt und auch viel Spaß gehabt. Von den Gesprächen im Büro und Pausen bis zum Paintball spielen, ich wurde immer herzlich aufgenommen. Aber vor allem habe ich viel gelernt. Gelernt, was mir wichtig ist, was ich im Arbeitsleben brauche und vor allem welche Berufe für mich infrage kommen würden. Auch wenn die Entscheidung nun noch schwerer scheint, da nur noch mehr Möglichkeiten offen sind.

An dieser Stelle möchte ich auch Danke sagen. Danke effexx, dass ihr mich als Gap-Year Praktikantin aufgenommen habt. Danke an die Menschen, die sich Zeit für mich genommen haben und versucht haben alles zu erklären, egal wie oft ich nachgefragt habe. Danke für die Pausen und Ausflüge, dass ich immer aufgenommen wurde. Dankeschön.

Doch leider ist meine Zeit hier bald zu Ende und ich werde mit einem lachenden und weinenden Auge zurückblicken. Es ist schade, dass die schöne Zeit hier bereits vorbei ist, aber ich freue mich auch auf mein Probestudium. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich in nicht allzu langer Zeit wieder.

Bis dahin.

Vanessa Körn

(Gap-Year-Praktikantin September - November 2023)


November 2023

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