Neue Norm DIN VDE V 0827 für Notfall- und Gefahren-Systeme

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Seit 1. Juli 2016 gilt die neue Norm DIN VDE V 0827 für Not­fall- und Gefah­ren­sys­te­me. In die­ser sind erst­ma­lig Anfor­de­run­gen an tech­ni­sche Sys­te­me gere­gelt, die in Not­fäl­len und Gefah­ren­si­tua­tio­nen Amo­kalarm aus­lö­sen, Hil­fe rufen, Betrof­fe­ne war­nen und akus­ti­sche Hand­lungs­an­wei­sun­gen geben.

Öffent­li­che Ein­rich­tun­gen wie Schu­len, Kitas, Uni­ver­si­tä­ten, aber auch Arbeits- und Sozi­al­äm­ter, Kran­ken­häu­ser und Ban­ken ent­wi­ckeln zuneh­mend Sicher­heits­kon­zep­te, um sich vor bestimm­ten Gefah­ren­si­tua­tio­nen zu schüt­zen bzw. in sol­chen ange­mes­sen reagie­ren zu kön­nen. Ob ein Amok­lauf in einer Schu­le, wüten­de Kun­den auf dem Amt oder gar ein Angriff mit ter­ro­ris­ti­schem Hin­ter­grund – spe­zi­fi­sche Sicher­heits­lö­sun­gen stel­len uns vor gro­ße orga­ni­sa­to­ri­sche und tech­ni­sche Her­aus­for­de­run­gen.

Orientierung für Kommunen und Planungsstellen

Die neue DIN VDE V 0827 gibt kei­ne Ver­hal­tens­vor­ga­ben für den Not­fall vor, son­dern benennt die gefor­der­ten Funk­tio­na­li­tä­ten der ein­ge­setz­ten Sys­te­me.

Zudem soll sie Kom­mu­nen und Pla­nungs­stel­len eine Ori­en­tie­rung bei der Bewer­tung und dem Kauf neu­er Not­fall- und Gefah­ren­sys­te­me bie­ten.

  • Wel­ches Alarm­sys­tem eig­net sich für mein Gebäu­de?
  • Wel­che pra­xis­re­le­van­ten Gege­ben­hei­ten müs­sen beach­tet wer­den?
  • Wie kön­nen die gesetz­ten Schutz­zie­le am bes­ten erreicht wer­den?

Neu: Position des Technischen Risikomanagers

Neu in der DIN VDE 0827 ist die Posi­ti­on des Tech­ni­schen Risi­ko­ma­na­gers beschrie­ben. Sei­ne Auf­ga­ben lie­gen spe­zi­ell im Zusam­men­tra­gen von Infor­ma­tio­nen der Orga­ni­sa­ti­ons­lei­tung, Poli­zei und Feu­er­wehr. Dar­aus abge­lei­tet erfolgt eine

  • Risi­ko­ana­ly­se
  • Risi­ko­be­wer­tung sowie
  • die Bestim­mung des Sicher­heits­grads der Orga­ni­sa­ti­on

Eine gro­ße Rol­le bei Not­fall- und Gefah­ren­sys­te­men spielt die direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Hil­fe­su­chen­dem und Sicher­heits­dienst­leis­ter. Inte­grier­te Sys­tem­lö­sun­gen bestehen aus Sprech­stel­len, die stra­te­gisch im Gebäu­de ver­teilt sind, sowie einem „Stil­len Alarm“. Sie sind mit der Leit­stel­le ver­bun­den, wo der Alarm regis­triert und bewer­tet wird. Von dort kann über Sprech­stel­len direkt Kon­takt zu den Hil­fe­su­chen­den im jewei­li­gen Raum oder Bereich des Gebäu­des auf­ge­nom­men wer­den. Selbst bei feh­len­dem Kon­takt im betref­fen­den Bereich ist ein Mit­hö­ren mög­lich, wor­aus wie­der­um Schlüs­se gezo­gen und ent­spre­chen­de Maß­nah­men ein­ge­lei­tet wer­den kön­nen

Die DIN VDE 0827 wird als Vor­norm bezeich­net, solan­ge sie noch nicht als Euro­päi­sche Norm ver­ab­schie­det ist. Nach spä­tes­tens 3 Jah­ren muss geprüft wer­den, ob sie in eine Norm über­führt wer­den kann.

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29.09.2016
Bilder: © sukok1 — Fotolia.com; © Monkey Business — Fotolia.com

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